Grube Wäldel
       
  Bergbaugeschichte:

Erste Untersuchungsarbeiten der Gerwerkschaft Brunhilde erfolgten im Jahre 1958 und führten zur Entdeckung einer radiometrischen Anomalie im Steinbruch Wäldel. 1967 wurde mit dem Abtäufen eines Untersuchungsschacht begonnen. Er lag im alten Steinbruch Wäldel, nördlich der Ortschaft Mähring. Die Firma Unruh arbeitete im Auftrag der Gerwerkschaft Brunhilde.
 
       
  Wegen des Verfalls des Uranpreises wurde der Untersuchungsbetrieb Wäldel 1972 vorläufig stillgelegt. Von 1972 - 76 erfolgten keine ausgedehnten Arbeiten mehr. Im Frühjahr 1977 wurde zur bergmännischen Untersuchung der in den Bohrungen angetroffenen z. T. sehr reichen Uranvererzungen ein zunächst auf 40 m angelegter Schacht abgetäuft. Schon auf ein Niveau der 30 m Sohle wurde die erste Uranmineralisation, gebunden an einen granitoiden Körper, gefunden. Durch diese positiven Ergebnisse ermutigt wurde der Schacht schichtweise auf eine Teufe von 140 m vertieft.

1982 wurde der Uranbergbau eingestellt. Von 1978 - 88 wurde auch eine Haldenlaugung mit Schwefelsäure durchgeführt. Ab 1992 wurde das Gelände rekultiviert.
 
       
  Geologie:

Das Uranvorkommen liegt im Grenzbereich Moldanubikum/Saxothuringikum. In Biotit-Sillimanit-Glimmerschiefern und Greisen sind granitoide Körper, Granite und Quarzgänge eingelagert. Die Uranvererzung ist an zwei verschiedene Strukturen gebunden. An einen bis 30 m mächtigen Quarzgang und an eine gangförmige Struktur. Neben einer polymetallischen Urananreicherung, bei welcher Uran mit Kupfer, Zink, Blei, Wismuth, Arsen, Selen, Kobalt, Nickel und Gold vergesellschaftet ist, tritt hauptsächlich ein monotone Urananreicherung mit mehr primären Uranmineralien auf (Urantitanate, Uranoxide und Uransilikate), die mit Verbindung der Elemente Kohlenstoff, Phosphor und Molybdän vergesellschaftet ist. Die Elementassoziation U-P-Mo-C deutet auf eine Karbonat- und/oder Schwarzschiefereinschaltung als Muttergestein für die erzbringenden Lösungen hin.


 
       
  Die bekanntesten Mineralien aus Mähring:

Autunit, Granat, Pechblende, Quarz, Turmalin

(Durch Klicken auf eine der Schaltflächen wird das entsprechende Mineral angezeigt. Alle Bilder gibt es auch in der Mineraliengalerie)

 
       
 

Quelle: Stadtmuseum Nittenau